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Für einen bundesweiten Mietenstopp

Heute hat das Bündnis „Gutes Wohnen für Alle“ in Göttingen am bundesweiten Aktionstag „Mietenstopp“ teilgenommen. Nach einem Auftakt am Neuen Rathaus gab es eine Abschlusskundgebung am Nachbarschaftszentrum Grone. Verschiedene Redner:innen, insbesondere aus lokalen Mieter:innenzusammenhängen, sprachen dort über zu hohe Mieten, über Verdrängung und rücksichtslose Investoren.

In der Presseerklärung des Bündnisses hieß es u.a.: "Angesichts der dramatischen Mietkostenbelastung in Göttingen fordert der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Niedersachsen einen Mietenstopp und mehr bezahlbare Neubauwohnungen. 49,3 Prozent aller Mieterhaushalte in Göttingen müssen mehr als 30 Prozent ihres Einkommens für die Miete zahlen. Damit gelten diese Haushalte nach Ansicht der Autoren einer aktuellen Studie im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung als überbelastet durch ihre Wohnkosten. Ihnen bleibt wenig Geld für andere Lebensbereiche. Die Studie zeigt auch: Selbst wenn alle Mieterhaushalte auf Wohnungen mit angemessener Größe und Preis verteilt werden würden, fehlen in Göttingen mindestens 9.305 bezahlbare Wohnungen."

 

Die Probleme auf dem Wohnungsmarkt sind unübersehbar, nicht nur in Göttingen. Als LINKE wollen wir schnelle Lösungen durchsetzen: insbesondere mit Hilfe eines bundesweiten Mietendeckels und der Förderung des Baus von 250.000 Sozialwohnungen pro Jahr. Der kommunale Wohnungsbau muss gefördert werden. Frühere privatisierte Wohnungsbestände wollen wir mit Hilfe von Rekommunalisierungsfonds, die durch die Bundesregierung zu fördern wären, zurückkaufen. Das wäre ein praktischer Dienst am Gemeinwohl. Wer sich über unsere Positionen weiter informieren möchte, wird hier fündig:

https://www.miete-bezahlbar.de/start/

 

Nach der Kundgebung hat die „LINKE aktiv-Gruppe“ im Viertel noch Flugblätter verteilt und Gespräche mit Anwohner:innen geführt. Ein guter Tag!

Vielen Dank den Organisator:innen! Bei 32 Grad haben sich alle ein dickes Eis verdient.